IJsselmeer – die ersten Törns


Das Kennenlernen

Segeln lernt man in der Regel auf Jollen. Dies war bei uns auch der Fall. Jetzt lebten wir für einige Tagen auf eine kleinen Segelyacht. Klein ist hierbei relative. Für 3 Personen und einem Hund wurde es doch bereits ein wenig eng auf der Beneteau First 25.7. Im Bug befindet sich eine Koje, die für 2 Erwachsene Personen geeignet sein soll. Wir haben uns zur Probe auch einmal zu Dritt hineingelegt. Danach haben wir uns aber entschieden, dass Matorina die Koje übernimmt und Rong und ich uns den Sitzbänken im Essbereich schlafen würden.

Am ersten Tag blieben wir mit der Yacht im Heegermeer und kehrten am Abend in den Ausgangshafen zurück. Die Eigenheiten des Bootes kennenlernen war das Ziel.

Ab zum IJsselmeer

Am 2. Tag hatten wir uns vorgenommen, dass IJsselmeer zu erreichen.

Grundsätzlich hat dieser Törn auch gut funktioniert. Die ersten 2/3 der Reise sind wir gesegelt, das letzte 1/3 sind wir mit Motor gefahren, da man in diesem Abschnitt durch einige Kanäle fährt und eine Brücke passieren muss.

Aber wieso grundsätzlich? Nun ja, das Wetter hätte besser sein können.

Das IJsselmeer

Zur Erreichung des IJsselmeer war jetzt in Stavoren nur noch eine Hürde zu nehmen. Die Schleuse.

Die Einfahrt in die Schleuse, das Festmachen innerhalb der Schleuse und das Schleusen klappte gut, nur die Abfahrt aus der Schleuse hat sich um einige Minuten verzögert. Ich bin Schwimmen gegangen. Eine Leine hatte sich ein wenig um die Schraube gewickelt und ich musste diese mit ein paar Handgriffen wieder von der Schraube befreien.

Anschließend fing unsere Reise auf dem IJsselmeer richtig an.

Fragt Ihr Euch, wieso unsere Route so uneindeutig ist, wohin wir segeln möchten? Das ist einfach erklärt. Als wir am Morgen gestartet sind, hatten wir uns als Ziel Lemmer ausgesucht. Wir hatten jedoch gutes Segelwetter, so dass wir eine gute Geschwindigkeit hatten und Lemmer sehr frühzeitig am Tage erreicht hatten. Daher entschieden wir uns, abzudrehen und Kurs auf Enkhuizen zu nehmen. Am südlichsten Punkt unseres Törns könnt ihr sehen, dass wir ein wenig Zickzack gefahren sind. Nicht nur, weil wir überlegten, unseren Kurs fortzusetzen oder abzudrehen, sondern auch, weil wir eine Tonne gesichtet hatten, deren Bezeichnung wir aus der Ferne nicht lesen konnten – hatten leider kein Fernglas mitgenommen. Nachdem wir durch die Tonne unsere Position bestimmt hatten, änderten wir unseren Kurs in Richtung Medemblik. Hier ergatterten wir noch einen der letzten freien Liegeplätze, frischten unseren Proviant auf und verbrachten einen gemütlichen Abend. Am nächsten Morgen wurden wir vom Hund der Nachbaryacht aufgeweckt. Dieser hat am Ende seines Spaziergangs das falsche Boot betreten. Hier noch einige Fotos von diesem Tage.

Die weiteren Törns sind auf der nächsten Seite dargestellt.